Kultur-Urlaub Sizilien Syrakus
roberto 4. August 2010
Kultur mit Urlaub auf Sizilien Syrakus / Siracusa (ostküste).
Fonte Arethusa ist ein Teich in der Insel Ortigia, (Siracusa) im älteren Teil der sizilianischen Stadt. Er ist ein Treffpunkt zwischen Realität und Legende, eines der schönsten Monumente Syrakus (Italienisch Siracusa). Dieser wird auch „Occhio della Zilica“ genannt. Sein Ursprung ist die Entwicklung einer der vielen Quellen des Grundwassers die man in Syrakus findet. Dieses Wasser versorgt auch den Fluss Cyane auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens. Es weist eine doppelte Rundform auf, welche im Inneren eine rundliche Struktur, oder besser gesagt einen doppelten konzentrischen Kreis, enthält. Man verbindet den Brunnen Arethusa in der Tat mit der Legende von Arethusa und Alpheus, einem der bezauberndsten Mythen Syrakus / Siracusa. Arethusa war die Tochter des Nereus und der Doris. Der Gott Alpheus, Poseidons Sohn, verliebte sich in sie während er sie dabei beobachtete wie sie nackt badete. Arethusa aber entzog sich seinen Aufmerksamkeiten indem sie auf die Insel Ortigia in Syrakus floh, wo die Göttin Artemis sie in einen Brunnen verwandelte. Zeus, von Alpheus Schmerz gerührt, verwandelte ihn seinerseits in einen Fluss und erlaubte ihm somit, von der Peloponnes in Griechenland das ganze ionische Meer zu durchlaufen um sich mit seinem geliebten Brunnen zu verbinden. Man sagt auch, dass laut einer Legende ein Becher in den Fluss geworfen wurde, der daraufhin im Brunnen Arethusa wieder aufgetaucht ist.
Weitere Kultur- Urlaub auf Sizilien
Arethusa und Alpheus Dionysos Ohr ist eine künstliche Grotte die sich in einem alten Steinbruch , der paradiesisches „latomia“ genannt wird, befindet und nicht sehr weit von Syrakus griechischem Theater entfernt ist. Die in Kalkstein gemeißelte Höhle ist ca. 23m hoch, 5 bis 11m breit und verläuft 65m tief in S-Form. Ihre spezielle Form, die einem Eselsohr gleicht, führte dazu, dass der Maler Caravaggio, der sich in Begleitung des historischen Syracusen Vincenzo Mirabella 1608 in die arethusische Stadt begab , den Ausdruck Dionysisches Ohr prägte. Es wird überliefert, dass der Tyrann Dionysos die Grotte errichten ließ um dort Gefangene einzusperren und belauschte diese indem er sich im Inneren an einen erhöhten Hohlraum lehnte. Dank seiner Form, verfügt das Ohr des Dionysos über akustische Merkmale die den Schall bis zu 16-fach verstärken können. Einige sind der Meinung, dass dieser Hohlraum unter dem griechischen Theater die Akustik begünstigt.
Weitere Kultur-Urlaub Sizilien ist das griechische Theater
Das griechische Theater ist das beste Beispiel für die theatralische Architektur des griechischen Abendlandes. Es besitzt die Besonderheit fast ganz in den Fels gegraben zu sein. Außer für Darbietungen, so wie es bei den alten Griechen Brauch war, wurde das Theater für Volksversammlungen genutzt. Nachdem es während des Römischen Reiches an die Zirkusspiele angepasst wurde, wurde es vernachlässigt. Im XVI. Jahrhundert, so wie andere klassische Bauwerke, wurde es von der Belegschaft von Karl V. Geplündert, welche den schon geschnittenen guten Steinbenutzen um die Befestigungen von Ortigia zu errichten. Andere Schäden entstanden durch die Mühlen, die in der Höhle eingebaut worden waren. Die Ausgrabungen, die am Ende des achtzehnten Jahrhunderts begannen und im ganzen nächsten Jahrhundert weitergeführt wurden, sind erst Mitte des 20. Jahrhunderts beendet worden. Trotz der teils auch wesentlichen Vielfalt an Meinungen der Gelehrten über die Entstehungsgeschichte des Denkmals, ist es generell anerkannt, dass die aktuelle Form auf eine Renovierung in den Jahren 238-215 v. Chr. unter der Herrschaft von Hiero II. zurückgeht. Das Theater besteht aus drei Teilen: koilon(oder càvea), Orchester und Szene. Koilon: hat eine halbrunde Form und einen Durchmesser von über 138m; die 67 Anordnungen der Stufen sind durch acht Service-Leitern in neun Sektoren(Keile) unterteilt. Ein langer Flur durchquert die Breitseite der Höhle: es ist das Diàzoma in dessen oberen Fassade die Götternamen oder die Namen der Herrscher denen der Keil gewidmet war, eingraviert waren. Bis heute kann man den Namen der Königin Filistide, und von Nereide( die Frau und bzw die Schwägerin des Hiero II.). Der obere Teil der Tribüne besitzt keine Blöcke welche ursprünglich dort aufgrund des Fehlens des Grundgesteins gelegen waren und später im XVII. Jahrhundert unter der Herrschaft von Karl V. Dorthin verfrachtet wurden. Das Orchester ist die halbkreisförmige Fläche am Fuße des Zuschauerraumes wo früher die Chöre tanzten. Die Ebene des Orchesters wird von Furchen, die eine ein trapezförmiges Flächenstück umranden, eingegrenzt; in ihrer Gesamtheit wurden diese so wie Wasserabflussrohre(eurìpi) ausgelegt, so wie die Spuren des antiken Theaters welches ursprünglich dieses Aussehen hatte. Der Schauplatz befindet sich auf einer geräumigen Ebene auf der sich das szenische Gebäude erhob, welche an den Seiten von zwei massiven Pfeilern begrenzt wird. Diese wurde wiederholt ausgegraben, weil dort die vertikalen Elemente des griechischen szenischen Gebäudes Unterkunft fanden, sowohl weil diese im Laufe der Jahrhunderte mehrere Male umgebaut wurde um den unterschiedlichen Bedürfnissen szenischer Gestaltung zu entsprechen, nicht zuletzt den Gladiatorenspielen. Der obere Teil des Theaters war von einer weitläufigen bedeckten Arkade umgeben. Die überhängende Felswand, so wie auch die anderen Teile des Hügels, ist komplett von rechteckigen Gräben übersät welche dazu bestimmt waren,die kleinen Bilder auf denen Weihbildchen von Göttern oder toten Helden abgebildet waren(weitgehend mit unseren Heiligen vergleichbar), aufzunehmen. In dieser, mittig und auf das Theater ausgerichtet, öffnet sich eine große Grotte aus der Wasser hervorsprudelt welches aus dem griechischen Aquädukt stammt. In dieser Nymphäumsgrotte ist es möglich das Mouseion, nämlich den Sitz der Künstlervereinigung zu erkennen. Auf der westlichen Seite der Terrasse gelangt man auf die obere Zufahrtsstraße zum Theater(auf der die Spuren der damals dort fahrenden Transportmittel noch erkennbar sind); entlang seiner Mauern wurden unterirdische byzantinische Gräber gegraben von denen der Name „Straße der Gräber“, folgt.
Weitere Kultur-Urlaub Sizilien ist der Altar des Hiero.
Der Altar des Hiero II. ist ein großes monumentales Werk im antiken Viertel Neapolis in Syrakus. Heute findet man fast nur noch die Kellerstrukturen, welche in unteren Teil des felsigen Hanges des Hügels Temenite erhalten blieben. Tatsächlich wurde die obere Blockstruktur im XVII. Jahrhundert fast völlig entfernt um beim Bau der spanischen Befestigungen der Stadt wiederverwendet zu werden. Auf diesem Altar, der wahrscheinlich Zeus Eleutherios(der Befreier) gewidmet wurde, feierte man die Verbannung des letzten Tyrannen der Deinomeniden,Thrasybulos von Syrakus, zu Ehren dessen das Fest der Eleutheria mit der Opferung der 450 Stiere gefeiert wurde: die Ausmaße des Opfers erläutern dabei die Dimensionen des Altars. Man muss beachten was Diodorus schrieb als er den Bau des Werkes Hiero dem zweiten zuschrieb und den Altar als so lang wie ein Stadion beschrieb und erwähnte, dass er neben dem Theater gelegen war. Das 98m lange und 22,80m breite immense Grundgestein ist bis heute erhalten und seine nördliche Hälfte steht auf einem riesigen unterirdischen Hohlraum welcher vielleicht natürlich gebildet wurde und welcher in der Vergangenheit für die Gewinnung des Felsens vor dem Bau des Altars genutzt wurde. An den frontalen Enden des Denkmals wurden die Opfer auf zwei symmetrischen und der zentralen Plattform des Altars entgegengesetzten Zugangsrampen geopfert. Vor den Rampen befand sich ein Eingang: der nördliche war von zwei Telamonen flankiert von denen die Füße erhalten sind.
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